Skip to main content

Bild: © Ralph Feiner

Trift Suite «Die Ermutigung der Wasseramsel»

Veranstaltungen 2025 in St. Gallen, Luzern, Chur, Biel

In «Die Ermutigung der Wasseramsel – eine Suite zur Trift im Berner Oberland» erzählen Köbi Gantenbein und die Kapelle Alpenglühn’ von der Schönheit und Bedeutung unberührter Berglandschaften – mit Bildern, Texten, Videos und vor allem Musik. Im Fokus steht die Trift im Berner Oberland und das dort geplante Wasserkraftwerk. Es geht also um ein aktuelles, viel diskutiertes Thema und den Zusammenhang zwischen Energiewende und Landschaftsschutz: Wie wägen wir ab zwischen Versorgungssicherheit, CO2-Reduktion sowie Landschafts- und Naturschutz?

Wo Gletscher waren, wachsen wegen des Klimawandels neue Stein-, Pflanzen-, Tier- und Wasserwelten. In «Die Ermutigung der Wasseramsel – eine Suite zur Trift im Berner Oberland» bringen Köbi Gantenbein und die Kapelle Alpenglühn’ deren Poesie vom Gebirge ins Unterland. Sie erzählen von verwegenen Hoffnungen und falschen Zumutungen, vom grossen Alpendichter Albrecht von Haller und von der zwecklosen Schönheit von Landschaft – mit Musik, Texten, Videos und Bildern. Im Zentrum steht die Trift im Berner Oberland: Hier soll ein Stausee die neu entstandene Naturschönheit zerstören. «Warum und was gescheiter zu tun ist», wissen wir nach diesem unterhaltsamen Abendprogramm.

Im Anschluss an die Suite besteht die Möglichkeit, zu fragen und zu diskutieren. Für vertiefende Gespräche bietet der anschliessende Apéro Raum.


Hintergrund: Der Rückgang des Triftgletschers im Berner Oberland hat eine bisher vom Menschen kaum berührte Bergwildnis freigelegt. Gleichzeitig sind günstige Bedingungen zum Bau eines Stausees entstanden, um den für die Schweiz wichtigen Winterstrom zu produzieren. Politik und Energiewirtschaft möchten die Gelegenheit nutzen, doch das geplante Wasserkraftwerk würde die neu entstandene Landschaft zerstören. Anhand der Trift zeigt sich exemplarisch, wie Energiewende und Landschaftsschutz zusammenhängen: Wie wägen wir ab zwischen Versorgungssicherheit, CO2-Reduktion sowie Landschafts- und Naturschutz?

Termine 


MEHR GEWÄSSERNEWS

Restwasser – eine Leidensgeschichte mit Happy End?

Wasserkraftwerke müssen nach der Wasserfassung eine minimale Wassermenge im Fluss belassen. Dieses Restwasser schützt Gewässer und Artenvielfalt. Doch die Geschichte der Restwasservorschriften ist eine Leidensgeschichte, die angesichts der Klima- und Biodiversitätskrise dringend ein Happy End braucht.

Auswirkungen der Restwasserbestimmungen auf die Wasserkraftproduktion in der Schweiz

Der Ausbau der Wasserkraft steht im Spannungsfeld zur ökologischen Funktion der Fliessgewässer. Bisher fehlten reproduzierbare, datenbasierte Abschätzungen der Produktionsminderungen durch Restwassermengen. Öffentlich zugängliche Daten schaffen die Grundlage für eine nachhaltige Wasserwirtschaft und fundierte Entscheidungen.

Hitzefalle Restwasserstrecke: Wie wir unsere Gewässer kühl halten

Der Klimawandel führt zu steigenden Wassertemperaturen in unseren Fliessgewässern. In Restwasserstrecken von Ausleitkraftwerken wird dieser Effekt noch verstärkt: Geringe Abflüsse, kleine Wassertiefen und verflachte, überbreite Sohlen verschärfen die Wirkung der Sonneneinstrahlung.